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Was können Betroffene tun?

Die Betroffenen selbst sollten sich zunächst einmal auf mögliche Anfälle vorbereiten.

Sie benötigen dazu:

  • Zäpfchen und Tabletten gegen Übelkeit,
  • Speitüte, falls es doch zum Erbrechen kommt,
  • Mobiltelefon oder Telefonkarte, um Hilfe herbeirufen zu können,
  • Hilfe-Karte, die Mitglieder von KIMM erhalten. Diese erklärt, dass es sich bei der vom Schwindel betroffenen Person um eine kranke und nicht um eine betrunkene Person handelt und dass um Hilfe gebeten wird.

Für das Gespräch mit dem Arzt sind Notizen über Zeitpunkt und Erscheinungsform der Anfälle nützlich. Sie sollten sich darüber hinaus auch in den anfallfreien Zeiten regelmäßig ärztlich untersuchen und zur Unterstützung ggf. psychotherapeutisch behandeln lassen. Auch wenn sich ein Morbus Menière nicht rückgängig machen lässt, dürfen Sie nicht verzweifeln sondern müssen versuchen, seine Auswirkungen zu begrenzen.

Über diese genannten Möglichkeiten der Hilfe hinaus können Sie in unserer Selbsthilfegruppe KIMM Rat und Unterstützung finden.

Wie kann man die Krankheit heilen?

Wie bei vielen chronischen Krankheiten gibt es beim Morbus Menière keine Heilung, wenn die Sinnesfelder im Gleichgewichtsorgan und/oder die Sinneszellen in der Ohrschnecke einmal zerstört sind. "Heilung" besteht dann darin, die Krankheitsfolgen abzuschwächen. Das geschieht durch Medikamente zur Dämpfung des Anfalls, durch Hilfen zum Ausgleich des Hörverlusts (Hörgeräte, Lippen-Ablese-Schulung, Gebärdensprache, Sprachcomputer). Hilfe kann eine Gentamycin-Behandlung gegen Schwindel oder ein Cochlear-Implantat bei Taubheit bringen. Alle diese Maßnahmen werden am besten begleitet von einer psychotherapeutischen Betreuung des Betroffenen und seiner nächsten Umgebung.

Einzelheiten zu den Behandlungsarten erfahren Sie bei Ihrem Arzt oder bei KIMM.